Zum Jahresende haben wir uns mit Jean-Michel Balmelle in der Zentrale von AQUA4D in der Schweiz getroffen, um einen Rückblick zu machen und einen Ausblick auf das Jahr 2026 und darüber hinaus zu werfen.

F: Könnten Sie sich kurz vorstellen?

Balmelle: Mein Name ist Jean-Michel Balmelle und ich bin Präsident von Planet Horizons Technologies, dem Unternehmen hinter der AQUA4D®-Technologie. Außerdem bin ich Präsident der Abaque-Gruppe, zu der NGL und AQUA4D gehören.

F: Ihr Interesse an Wasser und Cleantech begann schon lange vor AQUA4D. Können Sie das näher erläutern?

Balmelle: Ja, NGL ist ein Schweizer Unternehmen mit Sitz im Kanton Waadt, das sich auf Reinigungstechnologien spezialisiert hat. Seit mehr als 25 Jahren stellen wir Reinigungsmittel und Wasseraufbereitungslösungen für Industriekunden her. Durch unsere enge Arbeit mit Wasser sind wir natürlich schon lange vor dem Eintritt von AQUA4D in die Gruppe in die Welt der Wassertechnologien eingetreten.

F: Was hat Sie zuerst an AQUA4D gereizt?

Balmelle: Wir waren auf der Suche nach einer Technologie, die wir in unsere Unternehmensgruppe integrieren konnten – einer Technologie, die uns von anderen unterscheidet und hocheffiziente, innovative Wasserlösungen bietet. AQUA4D hat uns aufgrund seiner Möglichkeiten für die Industrie sofort beeindruckt. Aber wie wir später feststellten, war das nur der Anfang seines Potenzials.

F: Wie hat sich Ihr Interesse entwickelt, nachdem AQUA4D Teil von NGL geworden ist?

Balmelle: Nach der Übernahme von AQUA4D haben wir erkannt, dass das Unternehmen über seine starken Anwendungen in Gebäuden und in der Industrie – wir nennen das „Indoor-Märkte“ – hinaus auch im Außenbereich einen enormen Mehrwert bietet, insbesondere in der Rasenpflege und in der Landwirtschaft. Die Bandbreite der Möglichkeiten wurde damit noch größer, als wir ursprünglich erwartet hatten.

F: Gab es einen bestimmten „Wow-Moment“, in dem Sie diese Technologie wirklich beeindruckt hat?

Balmelle: Ja. Mein erster echter „Wow-Moment” war während eines Besuchs bei Kunden in Kalifornien. Ein Landwirt war bereit, alle Bäume in seinem 40 Hektar großen Obstgarten zu entfernen, weil die Bäume bei extremer Hitze über 38 °C von oben herab schwarz wurden. Er hatte alles versucht. Nach der Installation von AQUA4D wurden die Bäume allmählich wieder grün und gesund. Seine Begeisterung war beeindruckend und hat mich tief beeindruckt.

F: Wo sehen Sie heute das größte Potenzial?

Balmelle: Das Potenzial ist enorm. In Innenräumen ist die Technologie äußerst wirksam, um Kalkablagerungen, Biofilm und Korrosion in Gebäude- und Industrie-Rohrleitungssystemen zu verhindern. Für NGL-Kunden bedeutet dies beispielsweise, dass Kristallisation und Verunreinigungen in ihren Prozessen vermieden werden können. Der größte Entwicklungsbereich ist jedoch eindeutig die Landwirtschaft. Mit AQUA4D können wir den Wasserverbrauch, den Einsatz von Düngemitteln und die Bildung von Biofilmen in Bewässerungsleitungen deutlich reduzieren und gleichzeitig die Ernteerträge und die Bodengesundheit verbessern. Dies ist bei weitem das größte Potenzial.

F: Und wie sieht es mit langfristigen oder anderen Möglichkeiten aus?

Balmelle: Es gibt viele! Aber ich denke, ein Bereich mit großem ungenutztem Potenzial sind geothermische Anlagen. AQUA4D kann Biofilm und Eisenbakterienablagerungen aus Wärmetauschern entfernen und neue Verschmutzungen verhindern, ohne dass eine Wartung erforderlich ist. Das ist ein echter Durchbruch für die Branche.

F: Wie ergänzt AQUA4D die übrigen Unternehmen der Abaque-Gruppe, insbesondere NGL?

Balmelle: AQUA4D bringt starke Synergien mit sich. NGL kann seinen Kunden AQUA4D anbieten, um Kalkablagerungen und Biofilm in Ultraschallreinigungsanlagen und industriellen Prozessen zu verhindern. Die Kombination der Reinigungsmittel von NGL mit der physikalischen Wasseraufbereitung von AQUA4D verbessert die Sauberkeit, reduziert Verunreinigungen und senkt den Wartungsaufwand. Es handelt sich um eine sehr natürliche Verbindung zwischen den beiden Technologien.

F: Nachhaltigkeit scheint ein zentraler Bestandteil Ihrer Strategie zu sein. Wie trägt AQUA4D Ihrer Meinung nach dazu bei?

Balmelle: Nachhaltigkeit hat für uns höchste Priorität. Ich persönlich setze mich dafür ein, die Gruppe zu regenerativen Lösungen zu führen. AQUA4D passt perfekt zu dieser Vision: Es regeneriert Böden, reduziert den Einsatz von Chemikalien und Düngemitteln und schützt natürliche Ressourcen durch eine verbesserte Wassereffizienz. Auch wenn unsere Gruppe wasserbasierte Reinigungschemikalien herstellt, sind wir fest davon überzeugt, dass der Einsatz von Chemikalien wo immer möglich reduziert werden sollte – sei es in der Landwirtschaft, im Rasenmanagement oder in industriellen Prozessen.

F: Was sehen Sie für AQUA4D in den kommenden Jahren voraus?

Balmelle: AQUA4D sollte sich von einer Nischentechnologie zu einer Mainstream-Lösung entwickeln, die in vielen Ländern eingesetzt wird. Um dies zu erreichen, brauchen wir starke lokale Partner und solide Vertriebsnetze in wichtigen Märkten. Unser Ansatz besteht darin, Land für Land zu expandieren und mit Experten zusammenzuarbeiten, die die Herausforderungen im Bereich der Wasserqualität verstehen – sei es in der Landwirtschaft, im Bauwesen oder in der Industrie. Mit den richtigen Partnerschaften ist das Wachstumspotenzial immens.

F: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

Balmelle: Unser Fokus ist klar: verantwortungsbewusst wachsen, durch starke Partnerschaften global expandieren und Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz weiterhin in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen.

Jean-Michel, danke für deine Zeit!

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  • Präzise Wasseraufbereitung

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„Unser Fokus ist klar: verantwortungsbewusst wachsen, durch starke Partnerschaften global expandieren und Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz weiterhin in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. AQUA4D passt perfekt in eine regenerative Vision: Es regeneriert Böden, reduziert den Einsatz von Chemikalien und Düngemitteln und schützt natürliche Ressourcen durch eine verbesserte Wassereffizienz.“ – Jean-Michel Balmelle

Balmelle bei einem kürzlichen Besuch vor Ort bei einem wegweisenden Wassersparprojekt in Salquenen, Schweiz.