Klimamesse: Ernährungssicherheit und klimafreundliche Landwirtschaft @ Aqua4D, Sierre
Letzte Woche hatte Aqua4D die Ehre, einige der brillantesten Innovatoren aus der Schweiz und darüber hinaus in seinem neuen Hauptsitz in Sierre im Wallis willkommen zu heißen.
Nach Lausanne, Genf und Zürich kam die Climate Show nun auch nach Sierre, mit einem speziellen Programm zum Thema„Ernährungssicherheit und klimafreundliche Landwirtschaft“, an dem sowohl Vordenker als auch Start-ups teilnahmen. Angesichts dieser bedeutenden Veranstaltung in Sierre war auch der Gemeindepräsident Pierre Berthod anwesend.
Herr Berthod eröffnete den Abend mit einem optimistischen Aufruf zum Handeln: «Nachhaltigkeit ist sogar in der Schweizer Verfassung verankert», sagte er. «Ich glaube, dass die Schweiz und das Wallis eine Vorbildfunktion bei der Bekämpfung des Klimawandels mit kreativen und innovativen Lösungen einnehmen können.»
Nadia Plata von der Climate Show erklärte, dass dies in der Tat die Idee hinter der aufstrebenden Veranstaltung war – das Profil innovativer nachhaltiger Lösungen, die in der Schweiz und darüber hinaus eingeführt werden, zu schärfen. Saubere Technologien haben in diesem Land in unglaublich kurzer Zeit ein enormes Wachstum erlebt, wie die Statistiken von Eric Plan von Cleantech Alps zeigen, mit einem Fahrplan für die weitere Einführung und den Einstieg in den Mainstream ab 2020.

Nichtregierungsorganisationen wie die Schweizer Klimastiftung spielen eine wichtige Rolle bei der Finanzierung dieser innovativen Einführung. Nadine Monnay berichtete dem Publikum, wie ihre Stiftung wichtige Startfinanzierungen für Projekte wie Ecrobotix, Joulia und Libattion sowie für eine Initiative zur Unterstützung von KMU bei der Verbesserung ihrer Umweltfreundlichkeit bereitgestellt hat.

Einer der Höhepunkte des Abends war ein seltener Vortrag auf Schweizerisch von Ian Jarvis von der GEOGLAM (Group on Earth Observations). Er zeigte einem faszinierten Publikum, wie die präzisen Satellitendaten seines Teams dazu beitragen, Krisen in der Landwirtschaft und damit auch gesellschaftliche Krisen abzuwenden – und damit buchstäblich Leben zu retten und die Ernährungssicherheit zu verbessern.
Zwei weitere Agrartechnologien – Aqua4D und 2Grow – zeigten, wie eine beispiellose Effizienzsteigerung bei der Bewässerung durch eine extreme Optimierung des Anbauprozesses zu minimalen Verlusten und einer erhöhten Ernährungssicherheit führen kann. Aqua4D verändert mit einer disruptiven Bewässerungstechnologie die Paradigmen hin zu einer nachhaltigeren und water-smart . 2Grow kam aus seiner belgischen Zentrale zu Besuch, wo das Unternehmen Präzisionsmessungen nach Ag 4.0 verbreitet, damit in einer schönen neuen Welt des Gartenbaus absolut nichts mehr dem Zufall überlassen bleibt. Durch die Verfolgung von Faktoren wie dem Saftfluss oder dem Stressniveau einer Pflanze kann das Unternehmen die Auswirkungen aller Inputs auf die Pflanze in Echtzeit genau überwachen.
Zu guter Letzt stellte Olga Dubey, Gründerin von Agrosustain und 2019 in der Forbes-Liste „30 Under 30“ aufgeführt, die Lösung ihres Unternehmens zur Bekämpfung von Schimmel vor, die zu einer deutlichen Verringerung der Lebensmittelverschwendung und damit zu höheren Umsätzen für Produzenten und mehr Sicherheit weltweit führt und dabei mehrere SDGs erfüllt.
Der Abend wurde durch ein nachhaltiges Buffet mit regionalen Speisen und Getränken abgerundet, darunter Wein aus dem ältesten Weinberg des Wallis und Sandwiches mit pflanzlichem Fleisch vonderLuzerner«Planted AG».
Insgesamt war es ein Abend, der alle Teilnehmer optimistisch stimmte, dass die Schweiz und Europa eine Vorreiterrolle dabei übernehmen werden, die Landwirtschaft bei der Umstellung auf klimafreundliche und water-smart zu unterstützen.

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