Da immer mehr Industrieanlagen geothermische Systeme zum Heizen und Kühlen einsetzen, stellen viele fest, dass die langfristige Effizienz nicht nur vom Energiekonzept, sondern auch vom Wasserverhalten innerhalb des Systems abhängt. Biofouling, Mineralablagerungen und Eisenbakterien können nach und nach die Durchflussraten verringern, die Wärmeübertragung beeinträchtigen und die Wartungskosten in die Höhe treiben.

Beim Schweizer Schokoladenhersteller Aeschbach Chocolatier drohten diese Herausforderungen die Leistung einer grundwasserbasierten geothermischen Anlage zu beeinträchtigen – bis das Unternehmen eine physikalische Wasseraufbereitungslösung implementierte, die speziell darauf ausgelegt war, das Verhalten von Mineralien ohne Chemikalien zu beeinflussen. Das Ergebnis: weniger Verschmutzungen, längere Wartungsintervalle, stabilisierte Durchflussraten und klarere langfristige Aussichten für die geothermische Effizienz.

Die Chocolaterie Aeschbach mit Sitz in Root im Kanton Luzern ist bekannt dafür, dass sie Schweizer Handwerkskunst mit einer zukunftsorientierten Nachhaltigkeitsstrategie verbindet. Als das Unternehmen in seine moderne Produktionsstätte umzog, investierte es in ein fossilfreies Energiekonzept, das auf geothermischer Heizung und Kühlung basiert und durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach unterstützt wird.

Hier kommt AQUA4D ins Spiel.

An einem klaren Wintermorgen sitzt Jürg Rogenmoser, CEO von Aeschbach, in einem verglasen Besprechungsraum mit Blick auf die Produktionshalle. Hinter ihm bewegen sich Pralinen auf Förderbändern, während Konditoren von Hand Trüffel formen. Die Szene spiegelt Schweizer Präzision und Kontrolle wider, doch unter der Oberfläche war das geothermische System, das das Gebäude mit Energie versorgt, anhaltenden Betriebsbelastungen ausgesetzt.

„Man investiert in ein System für erneuerbare Energien, um fossile Brennstoffe zu vermeiden“, erklärt Rogenmoser, „aber wenn der Wartungsaufwand so hoch wird, schwindet der Nutzen.“

Erneuerbare Energien treffen auf die betriebliche Realität

Nachhaltigkeit ist bei Aeschbach kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Unternehmenspolitik. Als das Unternehmen an seinen heutigen Produktionsstandort in Root (Luzern) umzog, wurde die Anlage auf fossilfreie Energie ausgelegt. Ein grundwasserbasiertes Geothermiesystem sorgt für Heizung und Kühlung, während eine Photovoltaikanlage auf dem Dach fast die Hälfte des Strombedarfs des Unternehmens über das ganze Jahr deckt.

„Wir produzieren fast alles selbst“, erklärt Rogenmoser. „Und da unsere Anlagen rund um die Uhr laufen, wird die von uns erzeugte Energie sofort verbraucht – fast nichts fließt zurück ins Netz.“

Die Nachhaltigkeitsphilosophie erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette, von Initiativen zur Beschaffung von Kakao, die Bildung und Gesundheitsversorgung unterstützen, über die Beschaffung von Schweizer Zucker und Milchpulver bis hin zu regionalen Lieferanten und nachhaltigen Transportmöglichkeiten für Mitarbeiter. „Das funktioniert nur, wenn man die Kunden mit ins Boot holt“, fügt er hinzu. „Die Menschen müssen wissen, dass sie mit dem Kauf unserer Schokolade diese Entscheidungen unterstützen.“

Doch selbst gut konzipierte erneuerbare Systeme können auf versteckte technische Einschränkungen stoßen.

Die verborgene Herausforderung

Kurz nach dem Umzug in das neue Gebäude stellte Aeschbach einen Leistungsabfall seiner geothermischen Anlage fest. Die Durchflussraten sanken allmählich. Die Effizienz der Wärmetauscher nahm ab. Als die Plattenwärmetauscher zur Inspektion geöffnet wurden, entdeckten die Techniker, was Rogenmoser als „dicken rötlichen Schlamm” beschreibt – verursacht durch Eisenbakterien.

Dieses Biofouling behinderte den Wasserfluss und zwang das Unternehmen zu einem intensiven Wartungszyklus: drei- bis viermal pro Jahr musste das System demontiert und gereinigt werden, zusätzlich zur regelmäßigen Reinigung der Entnahme- und Rückführbrunnen.

„Man investiert in ein System für erneuerbare Energien, um fossile Brennstoffe zu vermeiden“, sagt Rogenmoser, „aber wenn der Wartungsaufwand so hoch wird, verblassen die Vorteile.“

Das Problem war nicht die Energieerzeugung, sondern das Verhalten des Wassers innerhalb des geothermischen Systems. Hier kommt dem Konzept der geothermischen Wasseraufbereitung entscheidende Bedeutung zu.

Techniker bei der Arbeit: Vor der Installation von AQUA4D musste regelmäßig eine arbeitsintensive Reinigung mit Hochdruckgeräten durchgeführt werden.

Einführung der physikalischen Wasseraufbereitung in ein geothermisches System

Der Wendepunkt kam, als ein Techniker vorschlug, AQUA4D® zu testen. Nach Durchsicht von Fallstudien und Feststellung ähnlicher Schlammmuster installierte Aeschbach im Juli 2025 ein AQUA4D®-System.

AQUA4D® wendet physikalische Wasseraufbereitung an und nutzt Resonanzfelder, um das Verhalten von gelösten Mineralien im Wasser vorübergehend zu beeinflussen – ohne Chemikalien, Zusatzstoffe oder Veränderung der chemischen Zusammensetzung. Im Gegensatz zur chemischen Dosierung oder mechanischen Filtration konzentriert sich dieser Ansatz darauf, die Wechselwirkungen der Mineralien in Rohren, Wärmetauschern und Brunnen zu verändern.

In geothermischen Anwendungen, wo mineralische Ablagerungen und biologischer Bewuchs die Wärmeübertragungseffizienz erheblich beeinträchtigen können, bietet diese Art der geothermischen Wasseraufbereitung ein besonderes Potenzial.

Messbare Ergebnisse innerhalb weniger Monate

Die Auswirkungen auf den Betrieb waren fast sofort sichtbar. Vor der Installation musste alle drei bis vier Monate eine Reinigung durchgeführt werden. Nach der Installation von AQUA4D wurde dieser Schwellenwert nicht mehr erreicht. „Im Oktober hätte eigentlich schon die nächste Reinigung fällig gewesen sein müssen, aber es gab keinen Rückgang der Durchflussraten“, berichtet Rogenmoser.

Zum ersten Mal seit der Installation lief das geothermische System mehr als ein halbes Jahr lang reibungslos. Als die Wärmetauscher zur Inspektion geöffnet wurden, stellten die Techniker eine geringere Schlammablagerung, eine hellere Färbung der Ablagerungen und in einem Wärmetauscher sogar so wenig Verschmutzungen fest, dass dieser sogar geschlossen bleiben konnte.

„Das war beispiellos“, sagt Rogenmoser. Wartungsunternehmen, die zuvor mit arbeitsintensiven Hochdruckreinigungen beauftragt waren, bemerkten den Unterschied sofort. Die Verbesserung war nicht nur kosmetischer Natur – sie wirkte sich direkt auf die Systemverfügbarkeit, die Leistungsstabilität und den Wasserdruck aus.

„Erstaunliche“ Ergebnisse – fast saubere Wärmetauscher nach 6 Monaten.

Die finanziellen Argumente für die geothermische Wasseraufbereitung

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich. Die häufige Reinigung von Wärmetauschern und Brunnen verursacht direkte Arbeitskosten, Auftragnehmergebühren und Ausfallrisiken. Noch wichtiger ist, dass bei einem Rückgang der geothermischen Effizienz zusätzlicher Strom den Heiz- und Kühlbedarf ausgleichen muss.

Aeschbach schätzt, dass sich die Investition in weniger als zwei Jahren amortisiert, wenn die Anzahl der erforderlichen Reinigungen nur um die Hälfte reduziert wird. Bei einer Fortsetzung der aktuellen Leistung könnte die Amortisation sogar innerhalb eines Jahres erfolgen.

„Ich bin optimistisch“, sagt Rogenmoser. „Wenn das so weitergeht, wird AQUA4D unser geothermisches System für viele Jahre rentabel machen.“ Dies unterstreicht eine größere Chance: Die geothermische Wasseraufbereitung ist nicht nur eine Nachhaltigkeitsmaßnahme, sondern auch eine Strategie zur Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle.

Techniker und Ingenieure, die an dem System beteiligt sind, sowie zufällige Beobachter verfolgen die Entwicklung aufmerksam: „Alle Beteiligten sind gespannt, wie sich das weiterentwickelt“, bemerkt Rogenmoser. „Es gibt viele Systeme mit dem gleichen Problem. AQUA4D könnte vielen Unternehmen helfen. Früher dachte ich, wir wären die Einzigen mit diesem Problem, aber ich habe gelernt, dass es weit verbreitet ist. Was wir bisher gesehen haben, ist positiv, und die Technologie passt perfekt zu unserer Philosophie. Sie ist einfach, ökologisch und wartungsarm. Ich kann sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen.“

Wenn Wasser zum operativen Hebel wird

Letztendlich sind erneuerbare Energiesysteme nur so effektiv wie das Wasser, das in ihnen zirkuliert.

Bei Aeschbach Chocolatier hat die physikalische Wasseraufbereitung Wasser von einem versteckten Hemmnis zu einem Effizienzhebel gemacht. Der Fall zeigt die wachsende industrielle Relevanz der geothermischen Wasseraufbereitung – nicht als theoretisches Nachhaltigkeitskonzept, sondern als praktische Methode zur Verbesserung der Systemzuverlässigkeit, zur Reduzierung des Wartungsaufwands und zum Schutz langfristiger Energieinvestitionen.

Schweizer Handwerkskunst, erneuerbare Energien und fortschrittliche Wassertechnologie arbeiten nun Hand in Hand. Und AQUA4D®, das unauffällig in das System integriert wurde, ist Teil des Rezepts geworden.

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„AQUA4D könnte vielen Unternehmen helfen; es gibt zahlreiche geothermische Anlagen mit dem gleichen Problem. Was wir bisher gesehen haben, ist positiv, und die Technologie passt perfekt zu unserer Philosophie. Sie ist einfach, ökologisch und wartungsarm. Ich kann sie mit gutem Gewissen uneingeschränkt weiterempfehlen.“
– Jürg Rogenmoser, CEO, Aeschbach Chocolatier

⬆️ Sehen Sie sich an, wie Jürg Rogenmoser, CEO von Aeschbach, das Problem und die Entwicklung der Lösung erläutert.

Markus Schwery von AQUA4D führt seine Inspektion 6 Monate nach der Installation durch.